Begriffe

Begriffe beschreiben immer nur Phänomen, sie definieren jedoch nie ein substanzielles Ding. Je genauer man einen Begriff untersucht, im sozusagen auf den Grund geht, desto weniger bleibt von ihm. Begriffe wie Liebe oder Würde sind immer nur eine Summe meines eigenen Erlebens.

Auch Begriffe wie Bewusstsein oder Intelligenz sind alles andere als so klar definiert, dass ich wüssten könnte, was Bewusstsein oder Intelligenz wären. Sie beschreiben immer nur die Wahrnehmung eines Phänomens, aber nie die Wirklichkeit und erst recht keine Wahrheiten.

Je mehr ich mich an Begriffen festzuhalten suche, desto mehr nehmen sie mich regelrecht gefangen, ich fessle mich selbst in dem Netz der Begriffe. Es ist nicht das begriffliche Denken, sondern der Glaube an ihre tatsächliche Existenz, was mich in die Irre gehen lässt, denn dann würde ich an die reale Existenz der Dinge und nicht nur an ihre empirische Existenz glauben.

Begriffe geben Dingen in meiner Vorstellung leicht einen scheinbar absoluten Status, den sie aber nicht haben. Und das nimmt mir die Möglichkeit, hinter die Phänomene zu schauen. Ganz besonders ist das der Fall bei den Begriffen, die geistige Phänomene zu beschreiben suchen.