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Bewusstheit

Die moderne Naturwissenschaft gibt mir gute Gründe davon auszugehen, dass mein Bewusstsein in der Physik und Chemie meines Gehirns gründet, und nicht in etwas Immateriellem oder Transzendentem.

Wie ich das finde hängt davon ab, ob ich mich auf etwas über mir Stehendes (einen Gott oder eine transzendente Lehre) beziehe oder nicht. Letzteres macht das Leben einfacher und löst mich aus möglichen gedanklichen Illusionen.

Um ein bewusstes System zu schaffen, braucht es also nur physische Materie. Ist sie auf die rechte Weise zusammengesetzt, wie das im Gehirn  hoffentlich geschieht, erscheint Bewusstsein. Der Rest liegt bei mir.

Daher bin ich aufgefordert, mir selbst darüber Gedanken zu machen, was ich denke und vor allem, wie ich denke. Habe ich davon eine falsche Vorstellung, durchzieht das mein komplettes Denken und auch mein Wissen.

Ich kann ja nur wissen, was ich auch denken kann. Ist jedoch mein Denken über das Denken an sich nicht korrekt, dann ist auch mein Wissen nicht korrekt, zumindest sehr brüchig. Etwa so wie morsches Holz.

Denn ich nehme ja nur das bewusst wahr, was ich glaube, dass ich es wahrnehmen kann (wenn es „technisch“ möglich ist), aber nicht, weil ich es wahrnehmen könnte.

Published inAllgemein