Der kleine, aber gewaltige Unterschied

Worte können so was von selbstentlarvend sein. Ich muss definitiv genauer hören, was ich sage, wenn ich tatsächlich wissen will, was ich so denke.

Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob ich meinen Ich-Raum als gestaltbar ansehe oder eben als einen Raum, in dem ich mich frei bewegen kann.

Natürlich ist mein Ich-Raum wie er ist. Nur wie ich mich darin verhalte, das kann sich gewaltig unterscheiden. Suche ich ihn zu gestalten, dann geht es mir wohl so wie Sisyphos und ich werde nie einen Lohn meiner Arbeit genießen können. Nicht nur das, es ist verdammt anstrengend, immer einen Stein den Berg hinauf zu wuchten.

Doch ganz anders, wenn meine Ich-Organisation ein flexibler Prozess ist, ein Raum, den ich nicht gestalte, sondern in dem ich mich durch mein Fühlen, mein Denken und mein Handeln frei bewege. Also habe immer die Wahl, wie ich bin.

Das Dumme ist nur, wenn ich nicht beides ausprobiere, werde ich nicht wissen, welche Ansicht die zutreffende ist. Angenommen ich könnte den Ich-Raum nur gestalten, dann würde ich mich darin nicht bewegen, sondern ich hätte nur die Illusion, mich zu bewegen.

Daher muss ich wohl beides ausprobieren, um zu sehen, was stimmig ist.