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Gedanken zum Flow

Der Flow ist wie eine Katze. Auch er kommt oder kommt nicht zu einem, wie er eben will, doch garantiert nicht, weil man es möchte oder gerne hätte. Ein Flow wie die Begegnung mit einer Katze folgt Prinzipien, denen wir Menschen im Alltag üblicherweise nicht folgen.

Was ziemlich blöd ist, denn im Flow sind all die Dinge wie weggeblasen, die mir sonst ständig Schwierigkeiten bereiten. Vor allem, im Flow habe ich irgendwie den totalen Überblick über das, was zu tun ist.

Im Flow suche ich niemandem gerecht zu werden oder zu gefallen, es sei denn, ich möchte den Flow-Zustand sofort beenden. Ein Flow ist der einzige Zustand, in dem ich wirklich authentisch bin. Aber nicht nur das, im Flow kommen mir auch die besten Ideen.

Was also muss ich tun, um in den Flow zu kommen? Ich muss erst einmal mein ‚Ich‘ in den Ruhestand schicken. Wenn ich mich einer Herausforderung stelle, und dabei an meine Grenzen gehe, das hilft definitiv. Da ist einfach kein Platz für ein Ich-Denken. Nur etwas kontrollieren und es beherrschen zu wollen, das bedeutet das abrupte Ende.

Aber ich habe einen guten Coach. Paul, mittlerweile 4 Jahre alt. Der hat das voll drauf. Und seine Fähigkeit, Dinge zu imaginieren, bewundernswert. Da kann ich noch vieles verlernen. Nicht lernen, sondern verlernen. Vor allem, wenn er nicht mag, dann mag er eben nicht. Muss ich noch trainieren.

Wir denken meist, dass wir etwas lernen könnten oder sogar müssten. Ganz, ganz falsch, jedenfalls für mich. Ich muss einfach nur sehr, sehr viel endlich wieder aus meinem Denk-Repertoire herausbekommen.

Published inGedanken