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Nachdenkliches

Eigentlich sollte uns die modere Physik zwingen, unsere  Vorstellungen über die Welt zu überdenken. Was ist überhaupt real? Können wir wirklich das Wesen der Dinge erkennen? Stimmt unser Konzept von Raum und Zeit? Von Ursache und Wirkung?

All das sind Fragen, die mir in der letzten Zeit durch den Kopf gingen. Das hängt unmittelbar damit zusammen, dass mich die Versuche von Zeilinger, nämlich dass sich auch Fullerene wie einzelne Quantenobjekte verhalten, dass die mir klar gemacht haben, dass auch ich ein, wenn auch ziemlich großes, aber eben doch ein Quantenobjekt bin.

Das man das nicht unbedingt merkt liegt, so Zeilinger, an der Menge der Teilchen. Das liegt am Gesetz der großen Zahl“, erklärt er. Soll heißen: Ein ganzes Ensemble von Teilchen verhält sich sehr berechenbar, denn in der Summe verschwinden die statistischen Schwankungen. Die damit einhergehende Kalkulierbarkeit steigt also extrem an.

Nur was passiert eigentlich in meinem Gehirn, wenn ich gelegentlich einen Geistesblitz habe? Soll ja vorkommen! Und bedeutet das nicht auch, dass ich wie jedes andere biologische Objekt zur Selbstorganisation fähig bin, vorausgesetzt, ich mische mich nicht mit bewusstem, also kontrollierendem Denken ein? Und hat das etwas mit der Tatsache zu tun, dass Placebos definitiv wirken, vorausgesetzt natürlich, ich bin davon überzeugt?

All diese Phänomene gibt es. Der wunde Punkt liegt wahrscheinlich in dem Bereich kontrollierendes versus vorstellendem Denken. Also muss ich jegliche Kontrolle lassen, wenn ich mein persönliches Quantenfaß aufmachen möchte. Das ist wie Motorradfahren, auch das musste ich erst lernen. Und am Ende kam auch ein Flow dabei heraus.

Wir wissen ja schon lange, dass allein unsere innere Einstellung einiges bewirkt. Wir haben alle von sich selbst erfüllenden Prophezeiungen gehört. Nur wir sollen daran nicht glauben, sondern es einfach für möglich halten; also dafür offen zu sein.

Die interessante Frage ist dabei, wie ich in den herausfordernden Zustand komme, dem ein Flow folgen kann. Ohne diese Herausforderung, die über das Alltägliche hinausgeht, kann es ja bekanntlich nichts werden. Da ich  nicht ständig Motorradfahren kann, mache ich meinen Alltag zur Herausforderung.

Zu Beginn ist es Herausforderung genug, mich aus dem Gestrüpp von Ansichten, Halbwahrheiten, Spekulationen und aus dem ganzen konventionellen Getue herauszuarbeiten.