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Manifestation

Das ist der Weg dahin, wo ich hin will. Lange habe ich überlegt, wie richtig leben. Es hat eine Weile gedauert, bis ich endlich akzeptiert habe, dass ich dafür vor allem eins tun können muss: Meine Absicht aufgeben.

Ich glaube, letzen Endes ist das wieder so eine komische Zen-Sache wie Handeln durch Nicht-Handeln. Wenn ich also ohne Absicht bin, setze ich meine Absichten durch. Ein gewaltiges Paradoxon. Aber das sollte ich wohl lösen, wenn ich da hinkommen will, wo ich hin will.

Was ich tue, folgt prozesshaft den Weg vom Potential über die Manifestation zur Realisation. Das Potential ist klar, es ist meine Fähigkeit das zu tun, was ich tun will, wozu auch Wissen gehört. Will ich dieses Potential jedoch ohne Manifestation realisieren, dann gebrauche ich dazu meinen Willen.

Funktioniert auch, nur wie ich mittlerweile weiß, nicht gut. Und auch sehr reduziert. Wenn ich beispielsweise abnehmen will, muss ich täglich auf die Waage, will ich nicht wieder zunehmen. Ich muss es also kontrollieren. Das ist so, weil ich noch die falsche Manifestation von mir im Kopf habe.

Durch das Wissen der Quantenphysik weiß ich, dass Wasser erst einmal gar nicht existiert, sondern es wird durch Geist realisiert, also durch ein geistiges Potential. Nur erlebe ich das nie. Doch bei mir selbst kann ich es erleben, nämlich dann, wenn ich es tue. Aus dem mir Möglichen erschaffe ich eine geistige Repräsentation dessen, was ich will. Leider ist das im Moment noch kein schlanker Peter.

Ganz offensichtlich bin ich noch in mein bisheriges Bild verstrickt, ein Bild, zu dem noch Belohnung oder Bestätigung durch Nahrungsmittel dazugehören. Das ist die Realität, die ich aktuell kreiere. Sonst hätte ich nicht ein paar Kilo zu viel auf den Rippen.

Anderseits ist mir klar, dass ich der Schöpfer meiner Realität bin. Das bedeutet, dass ich Realität insoweit kreiere, als es im Rahmen des Möglichen liegt (was in der Regel wesentlich mehr ist als ich denke) und ich es manifestiere.

Das bedeutet, dass ich alles aus meinem Unterbewusstsein heraus geräumt habe, was da nicht hineingehört. Obwohl, wenn ich das geschafft habe, dann bewege ich mich im Flow und die Trennung zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein verschwindet sowieso.

Es ähnelt dem Weg vom Padawan zum Jedi-Meister.