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Flow

Man kann sein eigenes Weltbild nicht wirklich beschreiben, nur Andeutungen darüber machen. Man steckt selbst viel zu tief in seinem Weltbild drin. Man kann sich eben nicht ‚selbst am Schopf aus dem Wasser ziehen‘.

Heißt das, das einem das eigene Weltbild fremd bleibt, fremd bleiben muss? Nein, das heißt es nicht. Nur, es ist nicht so einfach. Erklären kann ich mein Weltbild nicht. Doch ich kann definitiv sagen, wie ich perfekt verhindern kann, es zu erleben.

Jenseits meines Weltbildes – und in der Wirklichkeit – bin ich, wenn ich mit mir und der Welt im vollkommenen Einklang bin. Das bin ich im Flow. Dann weiß ich zwar nichts explizit darüber, aber implizit. Das bedeutet, dass ich darüber nicht schreiben kann, doch ich kann es unmittelbar erleben.

Daraus kann ich ableiten, wie ich einen Flow perfekt verhindern kann. Ich merke nämlich sofort, wenn ich nicht (mehr) im Flow bin! Ich kann zwar hinterher sagen, dass ich wohl im Flow war, einfach deshalb, weil ich keine Erinnerung daran habe, nichts Spezifisches erreichen wollte und dabei keinen einzigen Ich-Gedanken hatte.

In dem Moment aber, indem ich mir irgendwelche Gedanken mache, bin ich im gleichen Moment nicht mehr im Flow. Also weiß ich explizit, was mich aus dem Flow herausbringt. Und das muss ich lernen, zu lassen.

Ich muss einfach (!!) dieses Ich-Denken grundlegend abstellen. Übrigens brauche ich zwingend ein Ich-Denken, wenn ich urteile oder beurteile. Daher lasse ich auch das, was gar nicht so einfach ist. Hat sich tief als Weltbild in meinem Denken manifestiert.

Ist es übertrieben zu sagen, dass es eine lebensnotwendige Sache ist? Will ich nämlich wirklich leben, muss ich im Flow leben. Also ohne Ich.