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Näher, als ich dachte

David Bohm stellte fest, dass wir die Natur nicht definieren, sonder nur beschreiben können. Wir können also immer nur Informationen über unser eigenes Erleben weitergeben. Was natürlich bedeutet, dass wir die Welt erfahren, aber nicht definieren können.

Was mich, ehrlich gesagt, gewaltig grübeln lies. Wovon konnte ich denn noch ausgehen, wenn es nichts Definiertes mehr gibt? Das ging so lang, bis mir wieder einmal ein Text von Anton Zeilinger über den Weg lief.

Darin beschäftigte er sich mit der Feststellung, dass ganz, ganz unten auf dem Grund wohl nichts weiter zu finden ist als Information. Als ich das las kam mir der Gedanke, ob nicht genau das der Boden ist, den ich die ganze Zeit suchte?

Bedeutet das denn nicht, dass ich mit exakt den Informationen, die ich in meinem Hirn als relevant oder eben nicht einstufe, meine (!) Realität ganz konkret gestalte? Verzichte ich auf die Realität, kann ich meine eigene machen!?

Obwohl, ganz richtig ist das nicht, denn ich mache es ja schon immer! Nur dass ich mir dessen jetzt erst bewusst geworden bin.

Besser kann es mir eigentlich nicht gehen! Ich mache mir meine Realität selbst! Und zwar schon immer! Nur seit ich das weiß, dass ich das mache, mache ich es jetzt bewusst.

Nur muss ich da sehr aufpassen, was ich so denke. Ja, manchmal sitzt man richtig auf dem Gedanken, den man überall sucht! Statt einfach einmal aufzustehen und zu schauen, auf was man eigentlich sitzt.

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