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Den Weg gehen

Tao oder Dào heißt wörtlich übersetzt ‚Weg‘, ‚Straße‘, ‚Pfad’ und bedeutet im entsprechenden Kontext auch ‚Prinzip‘ oder ‚der rechte Weg‘. Ich nenne es den ‚Weg des Geistes‘.

Es ist eine Sache, den Weg zu kennen, den ich gehen könnte; eine ganz andere ist es, ihn auch tatsächlich zu gehen. Es ist egal, weshalb ich ihn gehen will, denn ihn zu gehen ist für mich ganz einfach die Antwort auf alle meine Fragen.

Ich habe mich (wie wohl alle Menschen) für die ersten 6 Jahre meines Lebens in einem Zustand der Trance befunden, in dem ich kommentarlos das Weltbild meines Umfelds aufgenommen habe. Was ich damals zu glauben lernte, hat lange Zeit mein Leben bestimmt, auch wenn diese Glaubenssätze nicht mehr zu meiner Lebenssituation passten.

Das ging so lange, bis ich begriff, dass ich die Möglichkeit habe, mich selbst neu zu programmieren. Allerdings sind meine Überzeugungen und Glaubenssätze in meinem Unterbewusstsein gespeichert, wodurch ich sie nur durch einen manchmal sehr langwierigen Prozess ändern kann, vorausgesetzt, ich bin mir dieser Überzeugungen und Glaubenssätze überhaupt bewusst.

Mir dessen bewusst zu sein hilft mir erst einmal nicht weiter, ich musste mir auch die Zeit nehmen und die Aufmerksamkeit investieren, um bewusst wahrnehmen zu können, was in ihm selber abläuft. Das war und ist der Schlüssel, meine eigenen Überzeugungen zu ändern. Ein weiterer wichtiger Punkt war für mich, dass ich damit aufhörte, mich als ‚Opfer der Umstände‘ zu fühlen – und tätig wurde.

Ich denke, dass die Menschheit an einem faszinierenden Punkt angekommen ist. Dazu ist es hilfreich, einmal die anderen, nicht menschlichen Lebewesen zu betrachten. Ein Vogel fliegt, weil die Natur ihm ‚sagt‘, dass er fliegen soll. Er denkt nicht darüber nach. Ein Affe ‚weiß‘ ganz selbstverständlich, wie er sich in seiner Gruppe zu benehmen hat, auch wenn ihm das niemand sagt. Es ist absolut faszinierend, welches Wissen ihnen dabei zur Verfügung steht.

Bei uns Menschen war es sicherlich auch einmal so. Doch wir haben irgendwann begonnen, uns aus der Natur herauszunehmen. Das Verrückte dabei ist, dass wir dadurch in die Lage gekommen sind, die Natur zu entschlüsseln und so auch wieder zur Natur zurückzufinden – wenn wir uns darauf einlassen.

Es ist absolut faszinierend, je mehr ich mich auf mich selbst (!!) einzulassen vermag, desto besser komme ich im Leben klar. So wie ich mich von der Natur und damit von mir selbst entfremdet habe, also durch mein Denken, genauso kann ich auch wieder zu mir selbst zurückfinden.

Das – unbestechliche – Wissen der Quantenmechanik zeigt mir, dass die Welt im ganz Kleinen wie im ganz Großen nach identischen Prinzipien organisiert ist. Es sind allein die Größenordnungen, die es verschieden erscheinen lassen.

Und genau dieses Wissen nehme ich um danach zu leben. Auf diese Weise trickse ich die Sperren meines Unterbewusstseins aus, ganz einfach, indem ich meine gewohnte Welt verlasse. Meine innere Welt definiert meine äußere Welt – und umgekehrt.

Und genau das kann ich und will ich auch nutzen.