Selbstorganisation

Das oberste Prinzip des Lebens. Lebende Systeme sind nicht nur „ein Ganzes“, sondern ein in sich differenziertes mit allem anderen verbundenes Ganzes. Selbst ein einzelner Mensch ist nicht nur eine Zelle, sondern eine Menge verschiedener Zellen und noch ein paar andere Wesen, die sich in ihm zu seinem Besten zusammengeschlossen haben.

Das Spannende dabei ist, dass sich zum einen jede Zelle selbst organisiert, zum anderen der ganze Mensch auch. Doch das gilt nur dann, soweit es sich um ein System handelt, „ein aus mehreren Einzelteilen zusammengesetztes Ganzes“. Was für eine Person auf der Hand liegt.

Doch wenn ich die Dinge einmal genau untersuche, stellte ich fest, dass alles ein System ist, das sich aus vielen einzelnen Systemen zusammensetzt – aber eben nicht mechanisch! Ein Problem stellt das nur dann dar, wenn sich zwei Elemente eines Systems dessen nicht bewusst sind.

Wissenschaftlich formuliert klingt das so: „Die formgebenden, gestaltenden und beschränkenden Einflüsse der Elemente des sich organisierenden Systems gehen von ihnen selbst aus. In Prozessen der Selbstorganisation werden höhere strukturelle Ordnungen erreicht, ohne dass erkennbare äußere steuernde Elemente vorliegen.“

Ähnliche Systeme organisieren sich immer nach ähnlichen Prinzipien. In sozialen Systemen entsteht Ordnung – unabhängig von den Handlungen eines Organisators – aus dem System selbst.