Sind es wirklich immer nur ‚die anderen‘?

Oder bin ich es letztlich selbst, denn was ist die Gesellschaft anderes als ein Beziehungsgefüge, das eben nicht von einzelnen determiniert wird, sondern von der Gemeinschaft aller gewoben wird? Das sind Fragen, die wir uns einmal sehr, sehr ernsthaft stellen sollten.

Aus wissenschaftlicher Sicht ‚wissen’ wir ja, dass das Leben nichts anderes ist als Beziehung. Und eine Beziehung fängt immer mit zweien an. Sogar Moleküle bilden sich so, weil die einzelnen Atome nach Vervollständigung ihrer Elektronenhülle suchen. Und das geht eben mit den anderen zusammen viel besser als alleine.

Betrachten wir einmal, wie sich das Leben auf der Erde entwickelt hat, dann steht immer Beziehung an erster Stelle. Das ist der wesentliche Motor der Evolution, soweit es für uns derzeit feststellbar ist. Eigentlich müsste es Koevolution und nicht nur Evolution heißen.

Und wie ist es bei den Menschen in der Gesellschaft? Da gelten exakt die selben Lebensprinzipien wie in der Natur auch, nur dass wir vielfach unseren natürlichen Verstand und die Vernunft gegen ein Technokratendenken ausgetauscht haben.

Natürlich ist es schlichtweg unverständlich und alles andere als sozial, wie manche Menschen sich verhalten. Doch jeder muss sich die Frage gefallen lassen, wie konsequent sie oder er sich an die Standards hält, die er von anderen erwartet. Würden wir das tun, dann wäre doch schon was gewonnen.

Und wem diese Lösung nicht groß genug ist: Es fängt immer ganz klein an, mit einem ersten Schritt. Und gerade auf FaceBook ist das so. Was wäre das für eine Social-Plattform, wenn plötzlich alle freundlich bleiben und nicht mehr über andere herziehen würden.

Ich wette, es wäre schlagartig anders.