Denken und Sprache

„Die Grenzen meines Denkens sind die Grenzen meiner Welt.“ Ludwig Wittgenstein hat es in seiner Logisch-Philosophischen Abhandlung so formuliert „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ Ich habe das eigentliche Zitat etwas abgewandelt. Niels Bohr, ein renommierter, philosophierender Quantenphysiker, sah das in seinen Gesprächen wohl ähnlich und meinte, man könne die Unzulänglichkeit von Sprache überwinden, so wie man mit unsauberem Wasser und einem angeschmutzten Geschirrtuch einen sauberen Teller hinbekomme.

Es ist leider so, dass ich das, was ich nicht in Worte fassen kann, nur schwer auch denken kann; allenfalls ist da so eine Ahnung, dass da noch was sein könnte. Wie ich spreche und worüber, macht daher sehr schnell deutlich, was ich so denke. Nicht im Detail, aber die Zielrichtung wird deutlich.

Unsere Sprachen sind national und auch regional sehr unterschiedlich. Die grundsätzliche Lebenshaltung eines Bayern ist eine andere als die eines Ostfriesen oder eines Hessen. Und das zeigt sich in den jeweiligen Dialekten.

So wie wir sprechen, denken wir meist auch. Diese Beschränkung kann ich aber überwinden, wenn ich Wörter und Begriffe nicht als real existierende Dinge ansehe, sondern als Beschreibungen und nicht als Definition von etwas.