Unsere Intention

Wir wollen nicht miteinander diskutieren, sondern miteinander den Einstieg in einen Dialog suchen. Dazu müssen wir natürlich erst einmal wissen, was und vor allem wie der andere denkt, ohne gleich unseren Kommentar abgeben zu wollen. Wir haben den anderen ja erst dann verstanden, wenn der sagt „Jetzt hast Du mich verstanden!“, wenn wir also das Gesagte für ihn und nicht für uns korrekt wiedergeben können.

Ein anderer, der diese Meinungen dann liest, stellt seine Ansicht gleichermaßen gedanklich daneben. Und lässt sich dann das Ganze in seinem Kopf ordnen. Das verlangt die Disziplin, sich nicht einmischen und seine bisherige Meinung durchsetzen zu wollen.

So kann in diesem dialogischen Nebeneinander Neues entstehen, kann Sinn entstehen. Die Voraussetzung dafür ist ja gerade, dass wir uns gedanklich heraushalten, was keineswegs bedeutet, dass wir dabei nicht denken würden. Nur das Denken an sich bekommen wir nicht bewusst mit.