Was ich überprüfen kann – und was nicht

Kann das dann nicht sein, wenn ich es nicht überprüfen kann? Doch, kann es. So kann ich zum Beispiel nicht überprüfen, ob ein Regenbogen da ist, wenn ihn niemand sieht. Schaue ich einen an und drehe mich dann schnell um, dann denke ich zwar, er sei da, doch das ist eine Illusion.

Lässt sich leicht erklären, dass ein Regenbogen nicht aus sich selbst heraus existiert. Es braucht immer einen Beobachter, der ihn sieht. So ist es auch bei sehr vielen Dingen. Nur machen wir uns  darüber bedauerlicherweise viel zu selten Gedanken.

Denn so zu denken, also keinen vermeintlich objektiven Standpunkt einzunehmen, sondern die Ereignisse aus der Sicht des Anderen zu betrachten, lässt sehr vieles in einem ganz anderen Licht erscheinen. Auch sich selbst. Man kann die Dinge einmal nicht aus der vermeintlich objektiven Perspektive, sondern aus seiner eigenen sehen.

Genau darauf kommt es ja an. Machen das alle, kommen interessante Gespräche zustande, Gespräche die neue Lösungen sichtbar werden lassen. Die Voraussetzung ist ganz einfach zu hören, um zu verstehen und nicht, um zu erwidern. Es kostet erst einmal Überwindung, nicht zu urteilen und nicht zu beurteilen.

Doch es lohnt sich.