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Was bin ich für die Gesellschaft?

Mein Verhalten gegenüber anderen muss ich an der Antwort „messen“, die ich auf diese Frage gebe. Viele sind der Gesellschaft überdrüssig geworden und ziehen sich lieber in die Einsamkeit zurück.

Dabei gibt es keine „Gesellschaft“, sondern nur eine Menge von Menschen. So wie es auch keinen „Strand“ gibt, nur eine Unmenge Sandkörner. Auch bei mir selbst finde ich das gleiche Prinzip, denn mein Körper ist nicht eindeutig definiert, es gibt ihn nicht als Konstante, sondern nur einen Haufen Zellen.

Perfekt ist es, wenn alle Zellen gut zusammenarbeiten, dann geht es mir gut. Nicht anders ist es bei dem Strand. Was die Sandkörner „tun“ definiert ihn, aber ihn gibt es genau genommen nicht. Er ist nichts anderes als der Verbund der Sandkörner. Wie auch mein Körper, also ich. Und die Gesellschaft.

Wenn aber die Gesellschaft „nur“ ein Verbund von einzelnen Menschen ist, das „Ganze“ also nicht real existiert, sondern nur als gedankliches Konstrukt, dann kommt es letztlich auf jedes einzelne Individuum an. Also auch auf mich und das, was ich denke, sage und tue.

Daher liegt die Verantwortung für die Gesellschaft auch an mir, so wie bei jedem anderen. Dessen muss ich mir bewusst sein, denn nur dann werde ich dieser Verantwortung gerecht.

Published inAllgemein