Wenn mein Leben ein Buch wäre …

Was wäre der Titel? Die Frage habe ich gerade im Internet gelesen. Meine Antwort ist ganz klar: leben. Klein geschrieben, als Verb, nicht als Hauptwort. Dass es so ist, das habe ich erst so langsam realisiert. Denn all meine Wünsche, die existieren nur in meinen Gedanken, aber die lebe ich nicht. Mein Leben passiert entweder gedanklich in meinem Nachdenken oder in dem, wie ich bin. Nur das, was ich bin, ist real; alles andere ist eine Illusion.

In jedem Moment mache ich immer nur das, was für mich stimmig ist. Wenn ich das merke und genauer hinschaue, nach welchen Mustern, vor allem nach welchen Werten ich mein Leben organisiere, dann geht mir ein regelrechter Kronleuchter auf, nicht nur ein kleines Lichtlein. So, wie ich lebe, das ist genau das, was ich denke. Wünsche und Absichtserklärungen sind immer nur die Make, hinter der ich mich zu verbergen suche.

Ich bin eben, wie ich bin. Je schneller ich mir das eingestehe, desto leichter komme ich aus dem Film heraus, denn dann sehe ich mich, wie ich nun einmal bin. Jedes Ziel, was ich sein will, werde ich nie erreichen. Ich kann eben nur sein, wie ich bin. Wenn mir das klar ist, dann höre ich auf, einer Illusion hinterher zu rennen und kümmere mich um das, was ansteht.