Wie kann ich das nur hinbekommen?

Eine Frage, die mir oft unterkam und immer noch manchmal unterkommt. Und es schien nur in den aller seltensten Fällen zu funktionieren, selbst wenn ich eine vermeintliche Lösung habe. Bis ich zu begreifen anfing, dass genau diese Frage mich in dem geistigen Zustand festhielt, von dem ich doch eigentlich die Schnauze voll hatte. Doch irgendwie scheint es schwer zu sein, diesen Film zu verlassen. Denn es ist ein gedanklicher Film, nichts sonst.

Gerade sitze ich auf dem Sofa und überlege, dass mein alter Photokoffer doch wunderbar in das neue Regal passen könnte. Ich brütete eine Weile über den immer gleichen Gedanken, aber das war es dann auch schon. Mehr passierte erst einmal nicht, jedenfalls nicht, bis mir bewusst wurde, dass ich gerade einen Sturm im Wasserglas erzeugte, jedenfalls einen kleinen.

Da klingt es dann fast ein wenig höhnisch, so etwas zu lesen: „Wer in seinem Tun total ist, muss sich um das Gedankenunterdrücken keine Sorge machen. Die Gedanken verschwinden in dieser Totalität ganz von allein.“ Das Vertrackte ist nur, dass ich weiß, dass es genau so ist! Auf dem Motorrad kenne ich diesen Zustand. Kinder kennen ihn auch und Menschen, die in extremen Situationen sind: Flow. 

Da möchte ich gleich fragen, wie ich in diesen Zustand im ganz normalen Alltag kommen kann, doch im selben Moment, in dem diese Frage aufkommt sagt mir ein anderes Ich, dass die Frage Quatsch ist. Denn wenn es keinen Handelnden gibt, wie ich gerade erst gestern meiner Frau zu erklären versucht habe, sondern nur die Handlung, dann ist eine solche Aufforderung an mich selbst Blödsinn. Entweder es passiert oder es passiert nicht. Aber irgend etwas muss doch möglich sein?

Wie kann ich aufhören zu wollen? Das nämlich kann ich auch nicht, nicht zu wollen. Geht nicht. Etwas anderes muss wichtiger sein, notwendiger. Dabei ist es ziemlich einfach. Ich kann es ganz einfach machen. Nicht wollen, sondern tun. Aber das ist gar nicht so einfach, denn dafür muss ich aufhören zu wollen, was ja auch schon wieder ein Wollen ist.

Aber ich weiß, dass ich es hinbekommen kann. Nur ich weiß nicht wie. Und vielleicht werde ich das auch nie wissen, sondern eben nur tun.