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Wie leben?

Niemand braucht einem Frosch zu erklären, wie er leben muss. Auch jede Krähe weiß genau, was sie zu tun hat. Oder Wölfe der Tundra ‚wissen‘, dass ihre eigenen Jungen wahrscheinlich nicht überleben werden, wenn sie den Wurf der in ihr Revier eingedrungenen Wölfin am Leben lassen. Es ist einfach nicht genug für alle da.

Woher aber ‚wissen‘ die das? Die Natur managet ihr Überleben perfekt, jedoch nur, solange sich der Mensch nicht einmischt. Auch der Mensch selbst ist Natur, wenn auch eine ziemlich denaturierte Variante. Muss man zugeben. Und sich vielleicht auch Gedanken über ‚Wissen‘ machen.

Als ich mal wieder darüber nachgedacht habe, kam mir ein Text unter, in dem darüber berichtet wurde, dass ein Wissenschaftler die These vertritt, dass unser Bewusstsein nicht im Gehirn entsteht, sondern dass das nur so eine Art Zwischenspeicher ist. Jedenfalls stößt Information den Bewusstwerdungsprozess an.

Erinnert mich an Schrödinger, der mal gesagt hat, dass es Bewusstsein nur in der Einzahl gibt. Aber zurück. Wenn ein Frosch weiß, was zu tun ist, damit a) seine Art nicht ausstirbt und b) die Natur an sich erhalten bleibt, dann bedeutet das, dass es etwas gibt, was ihn das wissen lässt. Und genau dieses Feld kann auch ich nutzen.

Doch das hat seinen Preis, denn dafür muss ich mich aus der Konvention verabschieden. Ganz ernsthaft.

Published inGedanken